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Vielen Patienten, mit oft seit Jahren bestehenden Bauchschmerzen, Durchfällen, Blähungen oder Völlegefühl kann mithilfe eines einfachen und wenig belastenden Atemtests geholfen werden. Dieser weist eine Unverträglichkeit auf bestimmte Nahrungsmittel nach. Die häufigsten, in unserer Praxis getesteten Unverträglichkeiten betreffen Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fruktose), Sorbit, sowie diverse seltene Nahrungsbestandteile.

Histaminintoleranz:
Eine vermutlich recht häufige Nahrungsmittelunverträglichkeit ist die sogenannte Histaminintoleranz. Die Literatur gibt hier Häufigkeiten von bis zu 1% der Gesamtbevölkerung an. Leider ist sie nicht mit einem Atemtest oder ähnlichem nachweisbar, sondern die Patienten werden in einer Ernährungberatung angehalten, bestimmte, besonders histaminhaltige Nahrungsmittel (Thunfisch, Rotwein…) für ca. 2 Wochen zu meiden. In einem Folgegespräch werden dann, je nach Erfolg der Diät, die letztlich langfristige Ernährungsumstellung besprochen.

Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit):
Sie stellt die häufigste Unverträglichkeit dar. Während in Mittel- und Nordeuropa sowie in Nordamerika ca. jeder 5. keinen Milchzucker verträgt, sind in weiten Teilen Asiens oder Afrikas nahezu 100 % der Bevölkerung betroffen. Dabei handelt es sich aber nicht um eine Allergie im Sinne einer Reaktion des Abwehrsystems, sondern um einen Mangel eines bestimmten Enzyms („Laktase“), das im Dünndarm gebildet wird und für die Aufspaltung des Milchzuckers in Trauben- und Schleimzucker verantwortlich ist. Beim Mangel dieses Enzyms unterbleibt diese Aufspaltung und die Laktose gelangt unverändert in den Dickdarm (oft einhergehend mit Durchfällen), wo sie durch Darmbakterien zersetzt wird. Hierbei entstehen große Mengen Gase, die für Völlegefühl und Blähungen verantwortlich sind und mittels Atemtest in der Ausatemluft nachgewiesen werden können. Außer den oben genannten Symptomen können aber auch Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, psychische Auffälligkeiten, Mundgeruch, trockene Haut und Schleimhäute und vieles mehr den Verdacht auf eine Laktoseintoleranz lenken.

Wird so eine Laktoseintoleranz nachgewiesen, sollte immer eine Darmspiegelung durchgeführt werden, um eigenständige Dünndarmerkrankungen, die zu einer Milchzuckerunverträglichkeit führen können, auszuschließen.

Die Therapie besteht zunächst aus einer konsequenten Meidung von Laktose für mehrere Wochen. Danach können meistens kleinere Mengen wieder zugeführt werden, ggf. ergänzt durch Laktasetabletten, die in jeder Drogerie erhältlich sind. Allerdings gibt es mittlerweile ein riesiges Angebot an entsprechenden Nahrungsmitteln ohne Laktose, sowie Patientenratgeber und Kochbücher. Entsprechendes Material lässt sich in unserer Praxis leihen.

Fruktoseintoleranz:
Die Häufigkeit dieser Unverträglichkeit ist nicht sicher bekannt, wird aber sicherlich deutlich unterschätzt. Hier wird Fruchtzucker nicht ausreichend von der Dünndarmschleimhaut aufgenommen, gelangt in den Dickdarm und wird dort von Darmbakterien zersetzt. Die Symptome und das Nachweisverfahren entsprechen weitgehend denen der Laktoseintoleranz.

Auch hier besteht die Therapie vor allem im Meiden von Fruchtzucker (Früchte, auch getrocknete, Fruchtsäfte, Limonaden, Diätprodukten …).

Sorbitol:
Ein häufiger Zuckeraustauschstoff, der vor allem im heimischen Stein- und Kernobst, sowie in zuckerfreien Produkten Verwendung findet, der aber auch beim Gesunden in hoher Dosierung nahezu immer zu Durchfällen führt. Auch hier kann eine erhöhte Empfindlichkeit mittels Atemtest nachgewiesen werden.

Weitere Atemtests:
Neben weiterer seltener Nahrungsmittelunverträglichkeiten lassen sich mit Hilfe einfacher Atemtests auch Störungen des Nahrungstransportes im Dünndarm nachweisen (teilweise hilfreich bei chronischer Verstopfung). 

Über Durchführung und Ablauf der Teste informieren wir Sie gerne in der Praxis.

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